Zwei Mountainbiker*innen fahren auf einem Schotterweg in den Bergen. | © DAV/Wolfgang Ehn

Alles, was Du für Dein Mountainbike-Event brauchst

Was darf und sollte auf einer Mountainbiketour auf keinen Fall im Rucksack fehlen? Hier kommt die DAV-Packliste für dein nächstes Mountainbikeabenteuer.

Wer seine Mountainbiketour im Vorfeld ordentlich plant, vermeidet unliebsame Überraschungen in Form von Verfahrern, ungeahnten Schwierigkeiten oder dass die Runde doch viel länger dauert als vermutet.

 

Basics

Option Vorhanden
Mountainbike
Option Vorhanden
Mountainbike-Schuhe
Option Vorhanden
Rucksack mit Getränk und Brotzeit
Option Vorhanden
Pumpe, Ersatzschlauch und kleines Reparaturset

Sicherheit

Option Vorhanden
Fahrradhelm 
Option Vorhanden
Protektoren 
Option Vorhanden
Erste-Hilfe-Set 
Option Vorhanden
Karte, Führer, GPS 
Option Vorhanden
Stirnlampe/Taschenlampe 
Option Vorhanden
Mobiltelefon mit eingespeicherter Notfallnummer (international gültig: 112)
Option Vorhanden
Sonnenschutz (Brille, Hut, Creme, Lippenstift)

Bekleidung

Option Vorhanden
Wetterschutz
Option Vorhanden
Fahrradbrille und Fahrradhandschuh
Option Vorhanden
ggf. leichte Ersatzwäsche zum Wechseln

   

Checkliste vor der Tour

Alles senkrecht? Wenn das Bike nicht bereits beim Kauf korrekt eingestellt wurde, ist es wichtig, die korrekte Einstellung von Lenker und Vorbau sicherzustellen.

Lenker gerade?

Stellt euch über das Oberrohr und schaut, ob der Vorbau mit dem Vorderrad fluchtet und der Lenker im richtigen Winkel zum Vorderrad steht. Steht der Lenker schief, lockert die Vorbauschrauben ein wenig und klemmt dann das Vorderrad mit den Beinen ein – in dieser Position lässt sich der Lenker einfacher ausrichten. Zieht die Schrauben leicht an und kontrolliert nochmals aus Fahrersicht, bevor ihr wieder ganz festschraubt.

  • Steht der Bremshebel nicht ideal, kann dies zu Schmerzen in den Händen und Handgelenken führen. Die korrekte Anleitung, wie ihr einen guten Ausgangswert für den Bremshebel-Winkel bestimmt:
  • Löst die Schraube des Bremshebels leicht (beispielsweise Torx 25 bei SRAM, Inbus 4/5 bei Shimano)
  • Setzt euch so auf das Bike, wie ihr grundsätzlich auf eurer Mountainbike-Tour sitzt
  • Legt zwei Finger auf den Bremshebel
  • Dreht den Bremshebel nun so, dass die beiden Finger, Hand und Unterarm eine Linie bilden – voilà.

Einige Profis fahren ihre Hebel allerdings deutlich weiter oben. Hier sollte man ausprobieren, was für einen persönlich am besten funktioniert.

Der korrekte Luftdruck ist vom Fahrergewicht, dem Reifen, der Felgenbreite und weiteren Faktoren abhängig und liegt bei regulären Mountainbike-Reifen in der Regel zwischen 1,4 und 2,4 bar. Das auf der Reifenflanke aufgedruckte Maximum sollte in keinem Fall überschritten werden! Ein guter Anhaltspunkt für den korrekten Luftdruck ist der Schwalbe Pressure Prof: Mit diesem Luftdruckrechner könnt ihr nach Eingabe von Faktoren wie Fahrergewicht, Reifenbreite und Co. einen ziemlich genauen persönlichen Reifendruck bestimmen. Der Rechner ist für Schwalbe-Reifen gedacht, funktioniert aber grundsätzlich auch mit Konkurrenzprodukten.

Wir möchten an dieser Stelle gar nicht in das riesige Thema namens Bikefitting einsteigen – denn das ist ein ganz schön umfangreicher Themenkomplex. Uns geht es jetzt erst einmal darum, dass keiner mit Knieproblemen von der ersten Tour nach Hause kommt – daher kümmern wir uns ausschließlich um die grobe Sattelhöhe. Hier ist die simpelste, aber sinnvollste aller Methoden: die Fersenmethode!

Setze dich für die Fersenmethode auf dein Bike – am besten lehnst du den Lenker dabei an eine Wand. Drehe jetzt ein Pedal ganz nach unten und stelle deinen Fuß mit der Ferse darauf.

Das Knie ist zu 99 % durchgestreckt? Perfekt.

Nicht nur auf der ersten Ausfahrt ist Werkzeug unterwegs Gold wert. Schnell hat sich doch mal eine Schraube gelockert, ist die Kette gerissen oder die Luft raus. Hat man das richtige Werkzeug dabei, ist man auch unterwegs im besten Fall unabhängig von externer Hilfe. Gehen wir mal kurz die absolute Basic-Ausstattung durch:

  • Multitool mit den wichtigsten Funktionen Mit einem Torx 25 und Innensechskantwerkzeugen in den Größen von 2 bis 8 kriegt man fast ein komplettes Fahrrad demontiert – all dies findet sich an den meisten Multitools. Welche Tools besonders empfehlenswert sind, haben wir euch im großen Multitool-Test zusammengefasst.
  • Pumpe, Reifenheber und Ersatzschlauch Ergibt insbesondere, wenn man mit einem Rucksack oder einem Hipbag unterwegs ist, immer viel Sinn.
  • Tubeless-Reparatur-Set Ist man tubeless unterwegs, lohnt es sich, ein etwaiges Loch zuerst zu stopfen, bevor man einen Schlauch montiert. Welche Reparatursets am besten funktionieren, haben wir euch in diesem Artikel getestet.
  • Eins für alles? Schaut doch mal in unseren großen Test der integrierten MTB-Multitools. Viele getestete Modelle kombinieren diverse der oben beschriebenen Funktionen.